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Spezielles Behandlungsprogramm für Opfer von sexuellem Missbrauch in der Kindheit und Jugend

 

Viele erwachsene Frauen und Männer sind in ihrer Kindheit und Jugend Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Aufgrund der hohen Dunkelziffer ist die genaue Häufigkeit unbekannt. Ein Großteil der Betroffenen leidet meist noch viele Jahre später an den Folgen des Missbrauchs und weist die Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auf.

 

Die Betroffenen leiden dann unter extrem belastenden Erinnerungen an den Missbrauch sowie unter Alpträumen. Sie vermeiden es, an den Missbrauch zu denken oder darüber zu sprechen. Zudem berichten Betroffene von Schlafstörungen, innerer Anspannung, Schreckhaftigkeit und Konzentrationsproblemen. Viele leiden auch im Erwachsenenalter noch unter Ekel- und Schamgefühlen und fühlen sich schuldig für das Geschehene.

 

Als Versuch mit den belastenden Gefühlen und der inneren Anspannung umzugehen, beginnen einige Betroffene damit, sich selbst zu verletzen, Alkohol zu trinken, Drogen zu nehmen oder entwickeln andere häufig selbstschädigende Verhaltensweisen. Andere berichten davon, manchmal wie neben sich zu stehen oder ihren Körper nicht zu spüren. Häufig ist die Belastung so groß, dass die Betroffenen als Ausweg Gedanken an den Tod entwickeln oder sogar schon versucht haben, sich das Leben zu nehmen.

 

Bislang war für diejenigen Betroffenen, welche sowohl unter einer posttraumatischen Symptomatik als auch unter selbstschädigenden Verhaltensweisen leiden, kein passendes Behandlungsangebot verfügbar. An der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim wurde in den letzten Jahren ein neues Behandlungsprogramm für die Opfer von sexuellem Missbrauch entwickelt – die Dialektisch Behaviorale Therapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (DBT-PTSD). Dieses Programm wurde bereits in zwei wissenschaftlichen Studien im stationären Setting überprüft und zeigte eine sehr gute Wirksamkeit.

 

Nun bieten das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und die Trauma-Ambulanz der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt im Rahmen einer weiteren wissenschaftlichen Überprüfung der DBT-PTSD erstmals ambulante Therapieplätze an. Das intensive Programm umfasst 24 therapeutische Sitzungen, die durchschnittlich 90 Minuten dauern.

 

Interessierte, die

  • mindestens 17 Jahre alt sind,

  • unter den Folgen von sexuellem Missbrauch leiden,

  • Schwierigkeiten im Umgang mit starken Gefühlen haben und

  • bis zu 2 mal wöchentlich in Mannheim oder Frankfurt an Einzeltherapiesitzungen teilzunehmen können

melden sich bitte unter:

 

 

Mannheim:

Zentralinstitut für seelische Gesundheit

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin

Ambulanzsekretariat

Fon: 0621/ 1703-4303

 

Frankfurt:

Trauma-Ambulanz Johann Wolfgang-Goethe-Universität

Dipl.-Psych. Anne-Marie Korst
Fon: 069/ 798-23844

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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